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Ap
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04.04.2015 11:48

...und dann waren da noch...die Hähnchen. Im Moment geht es durch sämtliche Medien: Kleine Hähne aus der Legehennenbrut werden direkt nach dem Schlüpfen aussortiert, vergast, geschreddert, entsorgt. Millionen kleiner Leben, niedlich, gelb, flauschig, aus Profitgründen sofort nach der Geburt getötet. In der Tat ist der Verbraucher, der die billigen Eier kauft, schon an der Sache beteiligt. Fragt man die Leute auf der Straße, sind sie schockiert.

Das waren sie auch, als aufkam, dass die Kunstpelzbesätze an Jacken in Wirklichkeit von elendig geschlachteten Marderhunden stammen. "Das habe ich nicht gewußt!", sagen wir, sind ein, zwei Minuten lang betroffen und kaufen im nächsten Herbst eine schicke neue Jacke mit - Kunstpelz. Ganz sicher. Steht ja in der Jacke drin. Die Verkäuferin sagt das ja schließlich auch.

Aber nun zurück zum Küken: Wenn man einmal googelt, findet man Höfe, die sich gegen dieses Aussortieren der Bubis stemmen. Die es auf sich nehmen, die Aufzucht der kleinen Kräher durchzuziehen. Es sind keine Masthähnchen, die viel Kohle in die Kasse schwemmen, sondern eben die männlichen Tiere aus der Legehennenzucht. Legehennen haben weniger Fleisch als Masthühner, sie werden gezielt darauf gezüchtet, schnell und viele Eier zu legen. Blöd für den Gockel dieser Rasse, der das Zuchtziel ja nun so leider gar nicht erfüllen kann. Wie wäre es denn mit einer Rasse, die irgendwo dazwischen liegt? Die Eier und auch gutes Fleisch bringt? Ach, womöglich gibt es die sogar schon? Immerhin ist das Haushuhn seit Ewigkeiten unser Kulturbegleiter, und der Mensch hat sicher einige wunderbare Hühnerrassen gezüchtet. Und ansonsten: Wir forschen doch an allem Möglichen herum, da sollte so eine neue Hühnerrasse ja ein Klacks sein!

Was wir Verbraucher tun können? Nicht jeder kann und mag sich Hühner in den eigenen Garten setzen. Man kann, ich spreche aus Erfahrung, erheblichen Ärger mit den Nachbarn bekommen, ganz besonders, wenn ein Hahn es wagt, morgens die Stimme zu erheben und den Tag zu begrüßen. Hühner, die gackernd durch den Garten scharren und picken, sind schon entsetzliche Zumutungen. Die Auflagen von Amts wegen müssen ebenfalls beachtet werden. Seit der Hühnergrippe ist das nicht mehr so lustig und einfach.

Also, wie wäre es dann mit Eierkauf beim Ökobauern in der Umgebung? Ach so, zu teuer. Ja, da sind wir wieder am Anfang. Es ist kostspielig. Vier Cent pro Ei Mehrkosten beim Kauf, wenn man z.B. BID unterstützt, die "Bruderhahn Initiative Deutschland". Vier Cent für ein niedliches flauschiges Küken. Na dann, frohe Ostern!

 

 

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